Abneigung gegen dissonante Musik ist angeboren
Abneigung gegen dissonante Musik ist angeboren
Weitere Beispiele aus Forscherkreise sollten zum Nachdenken anregen
Zwei Forscher setzten insgesamt 32 Säuglinge im Alter von 4 Monaten neben einen Lautsprecher
Cannstatter Zeitung vom 11.11.1998: Genf (dpa) - Die Abneigung vieler Menschen gegen disharmonische Musik ist nicht anerzogen, sondern angeboren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Schweizer Forscher Marcel Zentner von der Universität Genf.
Wie der Schweizer Medizin-Nobelpreisträger Rolf Zinkernagel gestern in der Zeitung "Blick" berichtete, hatten Zentner und ein Entwicklungspsychologe der Harvard-Universität für ihre Hör-Studie insgesamt 32 Säuglinge im Alter von 4 Monaten neben einen Lautsprecher gesetzt.
Ertönte konsonante - harmonisch klingende - Musik, blieben die Babys ruhig und drehten den Kopf in Richtung Lautsprecher.
Auf die dissonante Musik reagierten sie dagegen mit Gezappel und drehten den Kopf von der Tonquelle weg. Einige von ihnen fingen sogar an zu weinen.
Die Forscher hatten, um eine Verfälschung ihrer Ergebnisse zu vermeiden, in beiden Fällen die gleiche Grundmelodie benutzt, und diese den Kindern mit einer harmonischen und einer disharmonischen Begleitstimme vorgespielt.
Zentner betonte, er wolle der modernen Musik nicht die Existenzberechtigung absprechen.
"Biologie ist kein Schicksal", erklärte der Wissenschaftler.
"Wir alle beginnen unser Leben mit einer Reihe bologischer Vorgaben: Doch nichts hindert uns daran, diesen Anlagen entgegenzutreten."
Quelle www.Rolf Keppler.de
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Aus Musik und Spiritualität, Joscelyn Godwin, 1989, Seite 20 Tompkins und Bird beschrieben außerdem
die Untersuchungen von Dorothy Retallack, die Pflanzen verschiedenen Arten
von Musik aussetzte.
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| Pflanzen streben in Richtung Schallquelle | indische Sitarmusik
westliche klassische Musik, 18. und 19. Jahrhundert La Paloma, auf Streichinstrumenten gespielt Jazz, (Armstron, Ellington) |
| Pflanzen indifferent (neutral) gegenüber Schallquelle | Country- and
Western-Musik
Streichquartette von Schönberg, Berg, Webern |
| Pflanzen streben von der Schallquelle fort | La Paloma,
auf Steeldrums gespielt
Perkussions- und Hard-Rock-Musik |
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Die Reaktionen auf diese Experimente
waren, wie nicht anders zu erwarten, reichlich emotional. Viele Leute sahen
ihren eigenen musikalischen Geschmack in Frage gestellt.
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Quelle www.Rolf Keppler.de